Mittwoch, 26. Dezember 2012

Ernussbutter Schoko Cakepops

Wer kennt es nicht: Obwohl man sich mehr oder minder ans Rezept hält, bleibt am Ende zuviel Teig, Frosting oder Kuvertüre übrig.
Weil wegwerfen doof ist und Gefrierer und Kühlschrank vor Backkram über zu quillen drohen, lautet die Lösung in diesen Fällen: Cakepops!

Die Kuchenbällchen am Stiel sind zwar sehr aufwendig, lohnen sich aber gerade auf Parties oder zum Verschenken sehr und bleiben durch den konservierenden Überzug ein paar Tage länger frisch als anderes Gebäck.

Im Grunde funktionieren Cakepops wie folgt: Man mischt unter zerbröselten Kuchenteig Frosting, geschmolzene Schokolade, Sirup oder ähnliches und formt das Ganze dann zu kleinen Bällchen. Diese werden auf einen Stiel gesteckt und zum Schluss mit Schokolade überzogen und verziert.



Man kann die Zutaten hierfür natürlich auch direkt frisch zubereiten. Allerdings gebe ich zu Bedenken, dass die Teigmenge für einen normalen Kuchen wirklich immens viele Cakepops ergibt. Ich persönlich stelle lieber kleine Mengen um die 12 Stück her - und dafür eignen sich eingefrorene Teig- und Frostingreste wirklich perfekt.

Ich habe einen verunglückten Vanilleteig für Cupcakes von hier, meinen Schokoladen-Basisteig von hier und das Erdnussbutter-Frosting von hier verwendet. Die genauen Rezepte spare ich mir an dieser Stelle, der geneigte Leser möge sie bitte an entsprechender Stelle nachlesen.

Für die Verarbeitung sollten alle Zutaten so kalt wie möglich sein. Falls die Masse während der Zubereitung zu warm wird und anfängt auseinander zu fallen, hilft es meist, das Ganze um die 20 Minuten ins Eisfach zu stellen.


Wenn der Teig vollkommen ausgekühlt ist, kann alles zu einer feinen Masse zerkleinert werden. Dann fügt man gerade so viel Flüssigkeit hinzu, bis der Teig anfängt aneinander zu kleben und geformt werden kann. Bitte nicht zu feucht werden lassen, sonst lässt sich alles nur sehr schwer verarbeiten.
Ich habe hierfür ungefähr zwei Esslöffel Erdnussbutter-Frosting und einen Esslöffel Sojasahne gebraucht.
Der Teig ist fertig, wenn er zwar noch ein wenig krümelt, sich aber bereits formen lässt.


Ich habe den Teig mit dem Erdnussbutter-Frosting folgendermaßen gefülllt:


Aus der Menge von circa einem Teelöffel Teig eine Mulde formen, dort ungefähr einen halben Teelöffel Frosting hineingeben. Vorsichtig die Ränder der Mulde über die Füllung drücken oder einen Deckel aus einem weiteren Stück Teig aufdrücken. Leicht zusammenpressen und anschließend zwischen den Handflächen zu einer Kugel formen. Falls dabei etwas Füllung austritt ist dies nicht so schlimm, solange der Großteil der Zutaten getrennt bleiben.

Nachdem man den kompletten Teig verarbeitet hat, für ungefähr 20 bis 30 Minuten in den Gefrierer stellen und gegen Ende dieser Ruhezeit die Kuvertüre vorsichtig erwärmen.

Cakepop- oder Lollistiele (alternativ funktionieren auch gekürzte dicke Schaschlikspieße oder Eisstiele) ungefähr 2 cm tief in die flüssige Kuvertüre tauchen und in die Bällchen stecken.
Hierbei aufpassen, dass der Stiel am anderen Ende nicht wieder rauskommt. Mit dem Stiel in die Luft zeigend hinstellen und trocknen lassen.
So haften die Bällchen am Stiel und können anschließend vorsichtig in die Kuvertüre getunkt werden.
Wenn alle Cakepops mit Stiel versehen sind, am Besten nochmal 10 Minuten ins Eisfach.



Nun die Bällchen am Stiel kopfüber in die flüssige Kuvertüre tunken. Hierbei muss sehr vorsichtig gearbeitet werden, damit die Bällchen nicht abfallen und in der Schokolade untergehen.

Anschließend rausziehen und noch über Kopf kurz abtropfen lassen, bis nichts mehr fließt. Solange der Überzug noch flüssig ist, können Zuckerstreusel, gehackte Nüsse oder andere Dekorationen aufgestreut werden. Alternativ kann man die Cakepops auch kopfüber in eine kleine Schüssel mit Deko tunken.



Zum Trocknen empfehle ich Blumensteckmasse oder Styropor, in dem das Ganze in Ruhe durchtrocknen kann, ohne das die Cakepops wie in Gläsern und Ähnlichem ständig umfallen und aneinander kleben bleiben.



Wenn die Kuvertüre vollständig getrocknet ist, kann man zum Beispiel auch farbiges Icing aufspritzen oder die Cakepops nochmal in einen anders gefärbten Überzug tunken.

  
Viel Spaß und Guten Appetit!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Schwarzwälder Kirsch Trifle im Glas

Für das weihnachtliche Dessert an Heiligabend habe ich zum ersten mal einen Nachtisch im Glas ausprobiert: Ein Schicht-Dessert angelehnt an eine klassische Schwarzwälder Kirsch Torte.
Saftiger Schokoladenteig, beschwipste Kirschen und fluffige Sahne schmecken zusammen ausgezeichnet und machen optisch ordentlich was her.
Dank der Schraubgläser war der Transport kein Problem und die Menge der Portionen nach dem üppigen Essen perfekt.
 


Für den Schokoladen-Teig: 
125 gr Mehl
1 ½ TL Backpulver
  ¼ TL Salz
75 gr Schokolade
50 gr Margarine
1 "Ei" aus Sojamehl
100 gr Zucker
 ½ TL Vanilleextrakt
100 ml Sojamilch
1 EL Kirschwasser

Den Backofen auf 175 °C vorheizen und eine Kastenkuchenform einfetten.
Schokolade und Margarine in einem Topf langsam zum schmelzen bringen, dann das "Ei" und den Zucker dazugeben. Die Sojamilch und den Vanilleextrakt ebenfalls mit in den Topf geben und gut durchrühren.
In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen und anschließend den flüssigen Teil dazumischen und glatt rühren.
Dann den Teig in die Form füllen und um die 30 Minuten backen, bis der Teig ein wenig aufgegangen ist. Zur Kontrolle empfehle ich die Stäbchenprobe.
Leicht auskühlen lassen und anschließend den Teig mithilfe einer Küchenmaschine zerkleinern. Die Mischung sollte keine großen Teigstücke mehr enthalten, aber auch nicht all zu fein ausfallen.
Anschließend mit dem Kirschwasser versetzen und am Besten über Nacht im Kühlschrank abgedeckt durchziehen lassen.
Für die Kirschen:
1 Glas Schattenmorellen
1 EL Vanillezucker
2 EL Stärke
2 EL Kirschwasser

Die Kirschen durch ein Sieb abgießen und den Saft auffangen. Davon 5 EL abnehmen und zusammen mit Stärke und Vanillezucker gut verrühren. Den restlichen Saft aufkochen und de Stärke-Mischung mit in den Topf geben. Nochmals kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.
Nach ungefähr 5 Minuten die Kirschen vorsichtig unterrühren und in Ruhe gelieren lassen. Nach einer halben Stunde das Kirschwasser unterrühren und auskühlen lassen. Je kälter die Masse wird, desto fester wird sie und lässt sich später gut in die Gläser füllen.
 
Für die Vanillesahne:
300 ml aufschlagbare Sojasahne
2 EL Vanillezucker
 1 EL Stärke
Die Sahne in einem hohen Gefäß mindestens 2 Minuten lang auf höchster Stufe aufschlagen. Anschließend Vanillezucker und Stärke dazugeben und nochmal gut verrühren.
Die Sahne ist steif geschlagen, wenn sich das Mixgefäß vorsichtig kurz auf den Kopf drehen lässt, ohne dass euch die Sahne entgegenkommt. Bis zum einfüllen kalt stellen.
Nun schichtet man die drei Zutaten vorsichtig in kleine Gläser, alternativ kan man natürlich auch eine große Schüssel zubereiten.
Ich habe ausgekochte Aufstrichgläser benutzt, die oben nicht verengt sind. Dies macht das Einfüllen wesentlich einfacher. Alternativ kann man auch Einmachgläser oder große Wasser- oder Weingläser nehmen.
Mit der Kuchenschicht beginnen, ein Esslöffel voll schien mir als geeignete Menge pro Schicht und Glas. Darauf dann zwei bis drei Teelöffel Sahne geben und vorsichtig glätten. Darauf dann zwei bis drei Teelöffel Kirschen schichten und solange wiederholen, bis das Glas voll ist.
Damit sich die Schichten besser ebnen, kann man das Glas vorsichtig ein wenig schütteln, während es den Kontakt zum Boden nicht verliert. So gelangen die einzelnen Schichten bis zum Rand und vermischen sich nicht so schnell.
Bis zum servieren kaltstellen. 




Guten Appetit!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Erdnussbutter Schoko Cupcakes

Omnomnom... Wer auf Erdnussbutter in Kombination mit Schokolade steht, wird diese saftigen Cupcakes lieben!

Das Erdnussbutterfrosting braucht nicht viel Süße und ergibt zusammen mit der Schokolade ein spannendes und sattes Aroma.



Für den Schokoladen-Teig:
250 gr Mehl
3 TL Backpulver
½ TL Salz
180 gr Schokolade
100 gr Margarine
2 "Eier" aus Sojamehl
200 gr Zucker
1 TL Vanilleextrakt
200 ml Sojamilch

Den Backofen auf 175 °C vorheizen und die Förmchen vorbereiten, also entweder in ein Muffinblech stellen oder doppelte Papierförmchen nehmen, damit die Form erhalten bleibt. 
Schokolade und Margarine in einem Topf langsam zum schmelzen bringen, dann die "Eier" und den Zucker dazugeben. Die Sojamilch und den Vanilleextrakt ebenfalls mit in den Topf geben und gut durchrühren.
In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen und anschließend den flüssigen Teil dazumischen.
Dann den Teig in die Förmchen füllen. Dazu kann man entweder einen Spritzbeutel, einen Eisportionierer oder wie ich einfach zwei Löffel benutzen. Die Förmchen jeweils zu ¾ füllen und  20 Minuten backen, bis die Cupcakes aufgegangen sind, zur Kontrolle empfehle ich die Stäbchenprobe. Bitte nicht zu lang backen, da die Cupcakes sonst zu trocken werden. Gut auskühlen lassen.
 Für das Erdnussbutter-Frosting:
1 Tasse Puderzucker
1 Tasse Erdnussbutter, ungesalzen und ohne Stücke
5 TL Margarine
 ¾ TL Vanilleextrakt
 ¼ TL Salz
 ⅓ Tasse Sojasahne
Alle Zutaten bis auf die Sojasahne in einer Schüssel cremig rühren. Dann nach und nach die Sahne dazugeben, bis die Masse eine spritzfertige Konsistenz hat.
Danach das Frosting auf die Cupcakes geben. Ich empfehle folgende stressfreie und saubere Methode um das Frosting in den Spritzbeutel zu füllen. Nach Belieben verzieren.
 Guten Appetit!

Der Cupcake Burger

Diese süßen Cupcakes sind zwar in der Herstellung etwas zeitaufwändiger, sorgen aber für massig Komplimente, wässrige Münder und glänzende Augen.



Die Burger bestehen aus einem Vanillemuffinbrötchen, einem Browniepatty und eingefärbtem Frischkäsefrosting als Salat, Ketchup und Käse. Man sollte für diese Leckerbissen mindestens einen Tag einplanen, oder backt am ersten und dekoriert am nächsten Tag.


Für den Vanilleteig: 
1 Tasse Sojamilch
1 TL Essig 
¾ Tasse Zucker 
⅓ Tasse Öl
2 TL Vanilleextrakt
1 ¼ Tasse Mehl
2 TL Speisestärke 
½ TL Backnatron 
¾ TL Backpulver
½ TL Salz

Den Backofen auf 175 °C vorheizen und die Förmchen vorbereiten, also entweder in ein Muffinblech stellen oder doppelte Papierförmchen nehmen, damit die Form erhalten bleibt.
In einer Schüssel Sojamilch und Essig verrühren. Anschließend Zucker, Öl und Vanilleextrakt dazugeben und schaumig rühren. Mehl, Natron, Backpulver, Salz und Stärke nach und nach untermischen bis der Teig glatt und klumpfrei ist.
Dann den Teig in die Förmchen füllen. Dazu kann man entweder einen Spritzbeutel, einen Eisportionierer, zwei Löffel oder wie ich einfach eine kleine Kelle benutzen. Die Förmchen jeweils zu ¾ füllen und 20-22 Minuten lang backen, bis die Cupcakes aufgegangen sind. Zur Kontrolle empfehle ich die Stäbchenprobe.
Optimalerweise sollten die Cupcakes nicht zu dunkel werden und eine hübsche Rundung vorweisen. 
Anschließend gut auskühlen lassen, am Besten über Nacht.
Vorsichtig der Länge nach mit einem Brotmesser halbieren. Je nachdem wie sehr die Muffins aufgehen, entweder exakt in der Mitte teilen oder halt da, wo es der Proportion nach richtig aussieht.

Für den Schokoladenteig:
Rezept folgt
Aus dem fertigen Blech Brownies mit einem Glas kreisrunde Patties ausstechen, die den Durchmesser der Muffins haben.
Für das Frischkäsefrosting: 
500 gr Sojajoghurt
300 gr Puderzucker
1 Päckchen Agartine
Lebensmittelfarbe in grün, gelb, rot und violett.
Den Sojajoghurt 2 Tage im Kühlschrank durch einen Kaffeefilter abtropfen lassen wie hier beschrieben.
Wenn die Masse ordentlich Wasser verloren hat, in einer Schüssel mit dem Puderzucker vermischen. Falls das Ganze jetzt bereits die richtige, spritzfeste Konsistenz hat, kann es direkt eingefärbt werden. Falls nicht mit der Argatine vermischen und nach Packungshinweis kurz aufkochen, dann sofort vom Herd nehmen. Anschließend kalt stellen, bis das Frosting fest wird und nochmals gut aufschlagen.
Die helle Basismischung nun in 3 Schüsseln aufteilen und vorsichtig Lebensmittelfarbe unterrühren, bis alles gleichmäßig durchgefärbt ist: Gelb für den "Käse", rot für "Ketchup" und grün für den "Salat". Die rote Farbe wird ein wenig tiefer und satter, wenn man ein kleines Bisschen violett dazugibt.
Wenn man nun sämtliche Einzelteile für die Burger Cupcakes hat, fügt man alles zusammen:
Auf die Unterseite der aufgeschnittenen Muffins mit einem flachen aber breiten Tip in zackigen Bewegungen das grüne Frosting spritzen. Darauf wird der ausgestochene Brownie gesetzt. Diesen dann mit dem gelben Frosting und anschließend mit dem roten verzieren. Hierbei am Besten leicht wellenförmig arbeiten. Bei allen drei Frostings reicht es, es nur kreisförmig auf Brötchen bzw Patty zu spritzen, die Mitte bleibt hierbei frei. Dies verhindert, das am Ende zu viel Frosting auf den Cupcakes ist und an den Seiten herausquillt.


 Dann die Oberseite des Burgerbrötchens aufsetzen. Diese kann nun ganz leicht mit Wasser bestrichen werden, damit die nun aufgetragenen Sesamkörner besser haften.
Zur Stabilisierung der sehr üppig ausfallenden Cupcakes kann man durch die Mitte einen Zahnstocher stecken, der das Ganze zusammen hält.



Guten Appetit!

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Basics Backen: Rezepte veganisieren

In diesem Post geht es um pflanzliche Ersatzmöglichkeiten für tierische Produkte in Rezepten und generelle Tips rund ums vegane Backen.
Rezepte veganisieren

Wenn man rein pflanzlich backen möchte gibt es bei Rezepten zwei Möglichkeiten: Entweder ist das gewünschte Rezept bereits vegan oder muss vor der Umsetzung modifiziert werden.
Ich stelle nun einige Möglichkeiten der Veganisierung vor. Sicherlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten, die hier gezeigten Produkte und Methoden sind nur Beispiele.

Milch: 
Kann 1 zu 1 mit Pflanzenmilch ersetzt werden, zum Beispiel Soja-, Reis-, Mandel-, Hafer- oder Kokosmilch.
Schöner Nebeneffekt: Mit Schoko-, oder Vanillegeschmack bei zum Beispiel Sojamilch kann man den Geschmack des Gebäcks beeinflussen. Wenn man es nicht zu süß mag, sollte man auf ungesüßte Pflanzenmilch achten.

Butter:
Kann 1 zu 1 mit Margarine oder Erdnussbutter ersetzt werden. Bei der Margarine aufpassen: Nicht alle sind vegan! Bitte auch keine Light-Produkte benutzen, diese eignen sich nicht zu Backen. 
Alternativ kann man auch geschmacksneutrales Pflanzenöl nehmen, hierbei allerdings die Menge um etwa 25% verringern.
Wenn man Butter in einem hellen Frosting ersetzen möchte, rate ich hier zu Kokosfett. In Verbindung mit Puderzucker wird es schneeweiß und verleiht dem Frosting gut aufgeschlagen eine besondere Fluffigkeit.

Eier:
Bei Eiern wird es ein wenig komplizierter. Zunächst muss man wissen, was das Ei im Originalrezept bewirkt, zum Beispiel kann es den Teig befeuchten oder binden und sorgt dafür, dass sich die einzelnen Zutaten besser vermischen. 
Wer dies zu kompliziert findet, verwendet gekauftes Ei-Ersatz-Pulver, mit dem man meist eine gute Wahl trifft. Die genaue Zubereitungsweise steht auf der Packung.
Ich benutze gern vollfettes Sojamehl, welches einfach in der Anwendung und günstig im Einkauf ist und sich ähnlich wie das oben genannte Pulver verhält. Pro Ei nimmt man 1 EL Sojamehl. Dieses kann man entweder direkt mit etwa 50 ml (Mineral-)Wasser vermischen und dazugeben oder das Sojamehl erst zu den trockenen Zutaten mischen und später dann das Wasser untermengen.
Man kann auch Fruchtpuree wie zerdrückte Banane oder Apfelmus benutzen. Diese machen die Backware meist ein wenig feuchter und lockerer. Pro Ei nimmt man ½ Banane oder 75 ml Apfelmus.
Bei Rezepten mit sehr vielen Eiern, also mehr als 3, sollte man nicht alle ersetzen. Bei 3 ersetze ich meist nur 2, bei mehr verlangten Eiern kann man beim Ersatz die Menge meist halbieren.
Ein guter Ersatz für 1 Eiweiß ist 1 TL Agar-Agar in 1 TL Wasser gelöst. Dieses ordentlich aufschlagen, kühlen und nochmals aufschlagen.

Sahne:
Hierbei kommt es drauf an, ob die Sahne die Backware nur cremiger machen soll, oder aufgeschlagen wird. Für ersteres reicht haltbare Sojasahne aus dem Supermarkt. Für zweiteres muss man beim Kauf darauf achten, dass auf der Packung ausdrücklich steht, dass die Sahne aufschlagbar ist.
Es gibt sogar vegane Sprühsahne zu kaufen.
Jede Variante ist 1 zu 1 ersetzbar.

Joghurt:
Kann ebenfalls 1 zu 1 mit Sojajoghurt ersetzt werden, den es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt.
Schöner Nebeneffekt: Selbst der Sojanaturjoghurt ist meist gesüßt und schmeckt leicht nach Vanille.

Quark:
Man kann aus Sojajoghurt auf einfache Art und Weise Sojaquark zu Hause herstellen: Hierzu 500 ml Joghurt in einem Kaffeefilter abtropfen lassen. Nach ungefähr einem Tag hat der Joghurt viel Flüssigkeit verloren und ähnelt nun Quark. Währenddessen im Kühlschrank aufbewahren.

  
Frischkäse:
Wie Quark, nur einen Tag länger abtropfen lassen. Aber: Dieser Ersatz ist nicht gesalzen und bei gesüßtem Joghurt ebenfalls süß.
Alternativ kann man veganen und gesalzenen Frischkäse kaufen.


Honig:
1 zu 1 mit Agavendicksaft, Ahornsirup oder Zuckerrübensirup ersetzbar.

Schokolade:
Hierzu einfach dunkle Schokolade wie zum Beispiel Zartbitter nehmen, die oft vegan ist.
Weil ich den Geschmack bevorzuge, benutze ich oft vegane Schokoladenstreusel aus dem Supermarkt.
Natürlich gibt es auch vegane Weiße oder -Vollmilchschokolade, die aber meist nicht so einfach zu besorgen ist.
Bei Kuvertüre, Dekorationen und Ähnlichem einfach die oft vegane dunkle Variante benutzen.

Gelatine:
Als Ersatz für Gelatine nimmt man am Besten Agar-Agar, welches es in verschiedenen Formen gibt. Die Zubereitung entnimmt man am Besten der Anleitung auf der jeweiligen Packung. 

Sämtliche abgebildeten Zutaten sind aus Supermärkten, Bioläden oder Asiamärkten. Generell empfehle ich stets die Augen nach veganen Backzutaten offen zu halten.
In der Regel kaufe ich passende Produkte direkt, weil es mich sehr stören würde, für eine bestimmte Zutat durch die halbe Stadt zu fahren.


Wie immer ganz viel Spaß beim Backen!
 

Dienstag, 4. Dezember 2012

Karottenkuchen

Hier das Rezept für den einfachsten, besten und saftigsten Möhrenkuchen aller Zeiten.

Für den Teig:
¼ Tasse Apfelmus
1 TL Vanilleextrakt
½ Tasse weiche Margarine
1 TL Salz
½ TL Backpulver
3 TL Zimt
1 Tasse Zucker
¼ Tassen Mehl
¼ Tasse Sojamilch
1 Tasse geraspelte Möhren
1 Tasse gehackte Walnüsse

Den Backofen auf 160°C vorheizen und eine Springform fetten und mit Mehl ausklopfen.
In einer Schüssel die Margarine mit dem Zucker fluffig aufschlagen. Apfelmus, Vanilleextrakt und Zimt dazugeben und schaumig rühren. Sojamilch, Salz, Backpulver und Mehl hinzugeben und alles gut durchmixen.
Zum Schluss die Karotten und die Walnüsse langsam unterrühren.
45 Minuten lang backen bis der Teig aufgegangen und leicht gebräunt ist. Zur Kontrolle empfehle ich die Stäbchenprobe.
Anschließend gut auskühlen lassen.

Für das Frischkäse-Frosting
1 Packung veganen Frischkäse
½ Tasse Margarine
½ Tasse Kokosfett
2 Tassen Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
½ TL Zitronensaft

In einer Schüssel Frischkäse, Margarine und Kokosfett zusammen fluffig schlagen. Nach und nach Puderzucker und Vanilleextrakt hinzufügen. Zum Schluss den Zitronensaft in kleinen Portionen untermengen. Eventuell braucht man nicht den ganzen Saft, weil das Frosting sonst zu flüssig wird.
Mit einem Spatel oder einem Messer auf den abgekühlten Teig streichen oder mit einem Spritzbeutel auftragen.

Fotos folgen

Guten Appetit!

Pflanzliche Lebensmittelfarbe

Hier nun ein kleiner Exkurs zum Thema Lebensmittelfarbe.

Da das Auge ja bekanntlich mit isst, macht ein wenig Farbe gerade Backwaren um einiges attraktiver.

Leider sind viele käufliche Lebensmittelfarben nicht vegan und zudem noch mit Inhaltsstoffen versehen, deren Nutzen und Verträglichkeit man in Frage stellen sollte.
Ein Beispiel ist roter Farbstoff. Oft ist Karminrot (wird auch Echtes Karmin, E120 oder CI75470 genannt) enthalten. Dieser organische Farbstoff wird aus ausgekochten Schildläusen gewonnen. Ebenfalls problematisch sind so genannte Azofarbstoffe wie beispielsweise Azorubin (E122) oder Tartrazin (E102). Sie müssen speziell gekennzeichnet werden und können das Verhalten von Kindern beeinträchtigen.

Weil selbstgemacht ja eh immer schöner ist, hier also eine Anleitung für pflanzliche Lebensmittelfarbe:




 


 Rot(e Beete)

Rote Beete Saft erzeugt von einem leichte Rosé bis zu dunklem Rot ein großes Spektrum an Tönen. Bei der Dosierung sollte man allerdings nicht zu viel erwischen, weil sonst das Aroma beeinflusst werden könnte.
Ich habe eine verzehrfertige Knolle aus einer Vakuumpackung verwendet.
Den Saft aus der Packung habe ich ebenfalls benutzt, nur sollten vor der Weiterverarbeitung Stücke im Saft abgesiebt werden.

Die Knolle habe ich in einem hohen Gefäß mit einem Pürierstab zu einem feinen Brei zerkleinert.

  
Anschließend habe ich die pürierte Beete in Silikonförmchen portioniert.


Eine Knolle ergab 3 ½ Förmchen Püree. Die Silikonförmchen sind sehr klein, trotzdem wird eine Portion vermutlich viel zu viel für eine Anwendung sein. Die Größe veranschaulicht folgende Kuchengabel:


Es ist sehr wichtig, dass der Brei keine Stückchen mehr enthält, diese fallen unter ein Frosting gerührt vermutlich auf.
Generell sollte man um Frosting und Icing zu färben also eher auf flüssigen Farbstoff zurückgreifen.
Hier sieht man Saft und Püree nochmal im Vergleich:

Anschließend benutzen oder bis zur Verwendung einfrieren und portionsweise auftauen und verwenden.

Orange aus Karotten

Ein hübsches Orange kann man wunderbar aus Möhren herstellen. Von pastelligem Pfirsisch bis knallig Orange ist alles drin. Da Karotten sich gut in Backwaren machen, kann man ihr Aroma direkt mitnutzen, ansonsten lieber vorsichtig dosieren.
Als Erstes die Möhre klein raspeln. Für eine Portion reichte mir die kleinere Möhre auf dem obigen Foto.

Anschließend mit etwas Wasser ordentlich durchkochen.


Währenddessen wenn nötig Wasser hinzufügen um den Brei nicht zu trocken werden zu lassen.
Sobald sich die Möhre leicht zerdrücken lässt mit dem Pürierstab zu einem feinen Brei verarbeiten und in Förmchen füllen. 
Anschließend benutzen oder bis zur Verwendung einfrieren und portionsweise auftauen und verwenden.

 Grün aus Spinat

Mit Spinat kann man verblüffende Ergebnisse erzielen. Von einem hellen Lindgrün bis, naja, Spinatfarben kann man viele Grüntöne erreichen.
Keine Angst, den Spinat schmeckt man in der Regel später nicht raus.
Ich habe tiefgekühlten Blattspinat benutzt, den ich im Backofen aufgetaut und leicht erwärmt habe.
Danach stückchenfrei pürieren und in Förmchen portionieren.
Anschließend benutzen oder bis zur Verwendung einfrieren und portionsweise auftauen und verwenden.

 Pink aus Himbeeren

Mit Himbeeren kann man ebenfalls hübsche Farbtöne erzielen. Von Pastellrosa bis zu kräftigem Pink und allem, was dazwischen liegt.
Ich habe tiefgekühlte Himbeeren verwendet und diese im Backofen aufgetaut und leicht erwärmt.
Danach pürieren. Vor dem Portionieren unbedingt die Kerne aus dem Brei entfernen. Hierzu die Masse mit einem Löffel durch ein Sieb drücken.
Anschließend benutzen oder bis zur Verwendung einfrieren und portionsweise auftauen und verwenden.

Zum Verwenden einfach die gewünschte Menge Farbe in Teig, Frosting, Icing oder Ähnlichem einrühren. Hierbei am Besten nur sehr kleine Mengen nach und nach einarbeiten, damit es nicht aus Versehen zu intensiv wird.
Sobald die Farben vollständig gefroren sind, kann man sie aus den Förmchen lösen und luftdicht verschlossen im Eisfach lagern.
Auf diese Weise kann man die Farben auf Vorrat produzieren und sehr lange verwenden.


 

 Viel Spaß beim Ausprobieren!
 

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